DPSG Stamm Wartbaum

Das Sommerlager

Das Sommerlager ist ein besonderer Service des Leitungsteams für die Eltern. Alle zwei Jahre werden die lieben Kleinen irgendwann in den Sommerferien an der Willi-Salzmann-Halle gesammelt und in mittlerweile zwei Bussen zusammengepfercht, um irgendwo im schönen Deutschland ausgesetzt zu werden. Die Abfahrt findet nun leider nicht mehr an der kath. Kirche statt, nachdem das Rangieren von zwei Bussen und gefühlten 280 Elternautos zur Meldung unseres Stammes auf hr3 und diversen Herzrhythmusstörungen bei den Anwohnern geführt hatte... Fast jeder ist hierbei mit dem nötigsten Inventar für 10-14 Tage in freier Wildbahn ausgerüstet, manch Hartgesottener schlägt sich sogar mit weniger durch: Der Packzettel.

Am Zielort angekommen, heißt es, eine wettergeschützte Schlafstätte, genannt „Zelt“, zu errichten. Je nachdem, ob die Verantwortlichen optimistischer oder pessimistischer Natur sind, stehen die Zelte mal schneller und mal straffer abgespannt. Ist diese elementare Grundsicherung des persönlichen Wohlbefindens abgeschlossen, werden die umliegenden Wälder vom überflüssigen Holz befreit, das dann Abend für Abend bei Einbruch der Dämmerung unter ekstatischem Singsang und diversen Ritualen verbrannt wird.

Wer nun glaubt, dass dies alles ein riesengroßer Spaß ist, der irrt: Morgens werden die kleinen Racker trotz Bettelns und Winselns in aller Herrgottsfrühe von den schier unermüdlichen Leitern aus den so gemütlichen Mupfeln herausgezerrt und zur Morgenrunde nebst Frühsport beordert. Je nach Planung stehen tagsüber dann Pfadfinder-Praktiken, Tagesmärsche, ein Geländespiel oder auch Programm im Trupp an. Ein Highlight ist sicherlich Geister- äh, Nachtwanderung. Wer die Schrecken dieser Nacht erlebt, wird zumeist härter und abgebrühter, einige wenige jedoch brechen zusammen und vegetieren auch nach Jahren noch als ängstliches Wesen vor sich hin.

Wer sich bemüht und die täglichen Strapazen übersteht, darf oftmals ein Versprechen ablegen und die neue Stufenzugehörigkeit durch das Tragen des entsprechenden Halstuches stolz zur Schau tragen.

Zum krönenden Abschluss wird dann ein großes Fest zelebriert: Es werden Theaterstücke aufgeführt, typische Pfadfinder-Leckereien gereicht oder Praktik-Ergebnisse vorgestellt; dies alles bei ausreichender Dunkelheit im Scheine eines gigantischen Pagodenfeuers. Den nachfolgenden Morgen lassen wir an dieser Stelle mangels Beliebtheit mal besser aus.

Wer sich nun immer noch nichts unter einem Sommerlager vorstellen kann, sollte schleunigst die Pfadfinder-Anmeldung ausfüllen!

Der aufmerksame Leser wird sich an dieser Stelle sicher fragen: „Nanu, nur alle zwei Jahre, wie werden wir in den restlichen Jahren unsere Kinder los?!“ Die Antwort ist einfach: Während die Wölflings- und Jupfistufe ins kleine Sommerlager (Hierzu ist nichts weiter zu sagen: Es ist das Sommerlager, nur in klein!) fahren, gehen die größeren Trupps auf Die Tour.