STAMM
Wartbaum
— Seit 1979
1979
Gründung des Stammes
die Gründungsmütter
1978 gab es noch keine Kinder- und/ oder Jugendgruppe in Windecken. Ein kleiner Junge sagte zu seiner Mutter, dass er gerne umziehen würde, weil es an dem Ort Pfadfinder gibt. Das hat seine Mutter zum Nachdenken gebracht und schon am 17.12.1978 wurde die erste Wölflingsgruppe gegründet von Brigitte Gottwald, Ulla Groß, Jutta Hahn und Ursula Klusak. Offiziell von der DPSG anerkannt wurde der Stamm am 01. Januar 1979.
Anliegen der Gründungsmutter
Auf allen Karten ist der Wartbaum als Orientierungspunkt und Wegweiser eingezeichnet. Für die Pfadfinder stellt sich mit diesem Namen auch die Frage, wer oder was Wegweiser und Orientierungpunkte in ihrem Leben sind. Der volle Name: Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg, Stamm Wartbaum, stellt den Heiligen Georg und seine Werte dem Eigennamen voran. Damit wird der deutliche Bezug zu christlichen Werten hergestellt.
Dies war übrigens – so erzählt Brigitte Gottwald, die „Gründungsmutter“– das Kernanliegen: vor mehr als 40 Jahren wurde ein Pfadfinderstamm auf christliche Werte und mit christlichem Bezug gegründet. Der Name „Stamm Wartbaum“ soll diese Werte mit dem vollen Leben in Vergangenheit, Gegenwart und für die Zukunft verbinden.
Nun der Name
Der kleine Wettbewerb
Der kleine Namensgeber
Als es zur Namensgebung des Stammes kam, wurde zunächst viel überlegt. Da jedoch niemand auf eine passende Idee kam, wurde ein kleiner Wettbewerb gestartet, bei dem alle einen Vorschlag einreichen konnten. Schließlich brachte der junge Wölfling Oliver Scheu die Idee ein, den Stamm nach dem Wahrzeichen von Nidderau zu benennen – dem Wartbaum. Wie wir heute wissen, war das eine großartige Idee.
Wartbaum?
Doch was steckt eigentlich hinter dem Wartbaum? Er wurde erstmals im Jahr 1608 urkundlich erwähnt und hat seitdem zahlreiche historische Ereignisse miterlebt. Ein Baum, der so lange Zeit überdauert hat und bis heute Bedeutung besitzt, muss ein sehr passender Namensgeber sein!
Auch der Name selbst trägt eine schöne Bedeutung in sich: Die „Warte“ steht für Ausschau halten, Orientierung und Wachsamkeit – Werte, die gut zur Gründung eines Pfadfinderstammes und ganz allgemein zu den Pfadfindern passen.
Die erste Hütte
Suche nach eigenem Grund und Boden
Alles begann am 2. November 1988 als unser damaliger Stammesvorsitzender Erich Marohn den Magistrat der stadt Nidderau fragte ob es geeignete Freiflächen für die Pfadfinder gab. Zur Auswahl standen ein Platz am Anglerteich ein Grund am Mühlberg und die ehemalige Bauschuttdeponie an der Leimenkaute. Da alle nicht so das Wahre waren, wurde doch nach langem Schriftwechsel etwas gefunden, denn der Rote Milan hatte ein großes Grundstück zur verfügung. Da Sie die Hälfte nicht wirklich nutzen, so wurde vereinbart, dass der Stamm Wartbaum die andere Hälfte bekommt.
Die erste Hütte
Endlich war das Grundstück gefunden – nun fehlten nur noch die Hütte und natürlich eine Treppe hinauf. Doch kein Bau ohne Baugenehmigung: Diese wurde am 19.01.1993 eingereicht. Während der Antrag noch lief, begann man bereits mit den ersten Vorbereitungen, denn je früher man anfängt, desto eher wird man fertig.
Am 02.11.1993 folgte jedoch ein Bauverbot. Es wurde unerlaubtes Bauen vorgeworfen, da der Bauantrag noch nicht genehmigt war. Unterstützung erhielten wir daraufhin von Prof. Dr. Rüdiger Storost sowie von der Stammesleitung des Roten Milans. Sie setzten sich mit vielen guten Worten bei der Umweltbehörde für uns ein. Am 09.02.1994 war es schließlich so weit: Die Baugenehmigung wurde erteilt und der Bau der Hütte konnte endlich beginnen.
Bereits am 28.03.1995 konnte schließlich unser erstes Hüttenfest gefeiert werden.
Die zweite Hütte
Der Bau einer neuen Hütte
Da wir als Stamm immer größer wurden, war unsere alte Hütte einfach irgendwann zu klein. Also muss was neues her. Wir wollten eine Hütte die uns genug Platz bietet, die neue Hütte sollte auch einen ausgebauten Dachboden haben, der Hauptsächlich als erweiterung des Gruppenraums dienen sollte, der Dachboden kann aber natürlich auch als Matzrazenlager verwendet werden.
Doch bevor wir mit der neuen Hütte anfangen können muss die alte Hütte natürlich weg. Das wurde natürlich selbst erledigt, denn wir sind ja ein Stamm der genug Arbeitskräfte dafür aufbringen kann. Die Wände und das Dach wurde dann natürlich von Handwerkern erledigt, und den Innenausbau haben dann wieder wir übernommen.
Brand an unseren neuen Hütte
Am Mittwoch, den 30.10.2013, brach am Nachmittag in unserer neu erbauten Pfadiküche ein Brand aus. Das Feuer erfasste sowohl den Neubau als auch den Altbau, große Teile der Hütte brannten vollständig aus. Die Ursache des Brandes war zunächst unklar, sodass wir zunächst das Ergebnis des Gutachtens abwarten mussten.
Die Hütte war einsturzgefährdet, daher war das Betreten selbstverständlich streng verboten. Fassungslos standen wir vor den Überresten und konnten kaum glauben, was geschehen war. In den Jahren zuvor hatten wir so viel Arbeit in die Hütte gesteckt – und nun war alles niedergebrannt.
Nun galt es jedoch, Trauer und Wut in neue Kraft für die kommende Zeit umzuwandeln. Dabei half es sehr, dass wir nicht allein gelassen wurden und uns viel Solidarität entgegengebracht wurde. Es war beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen Anteil nahmen und ihre Unterstützung anboten.
Zu diesem Zeitpunkt war noch unklar, ob Teile der abgebrannten Hütte saniert werden könnten. Doch wir waren dankbar, dass keine Menschen zu Schaden gekommen waren – und zuversichtlich, dass wir für alles andere eine Lösung finden würden.
Die dritte Hütte
Unsere neue und jetzige Hütte
Leider konnte nichts saniert werden, sodass ein kompletter Neubau notwendig wurde. Am 04.08.2014 war es schließlich so weit: Der gesamte Schutt war beseitigt und der Neubau konnte beginnen. Nun bot sich auch die Chance, die Hütte optimal an unsere Bedürfnisse anzupassen, da ohnehin alles neu errichtet werden musste. So entstand ein zusammenhängendes Gebäude, in dem auch Küche und Bad direkt integriert wurden.
Dank vorgefertigter Bauteile konnte die Hütte in Rekordzeit aufgebaut werden. Obwohl sie noch nicht vollständig fertiggestellt war, wollten wir bereits im September die Einweihung feiern – und das taten wir auch. Zwar fehlte noch der Innenausbau, doch wir hatten wieder eine Pfadi-Hütte, und allein das war ein Grund zum Feiern. Den Innenausbau schlossen wir anschließend so schnell wie möglich ab, damit die Truppstunden endlich wieder in unserer eigenen Hütte stattfinden konnten.
Nach viel Anstrengung, einigen Rückschlägen und mit großer Unterstützung steht heute unsere neue Hütte. Sie ist unser größter Stolz und für uns alle ein Zuhause geworden.
Sei selbst ein Teil der Geschichte beim Stamm Wartbaum
